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Alexander von Humboldt: „[Humboldt an Schultze, Secretär der naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg]“, in: ders., Sämtliche Schriften digital, herausgegeben von Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich, Universität Bern 2021. URL: <https://humboldt.unibe.ch/text/1830-xxx_Humboldt_an_Schultze-1> [abgerufen am 25.09.2022].

URL und Versionierung
Permalink:
https://humboldt.unibe.ch/text/1830-xxx_Humboldt_an_Schultze-1
Die Versionsgeschichte zu diesem Text finden Sie auf github.
Titel [Humboldt an Schultze, Secretär der naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg]
Jahr 1830
Ort Freiburg
Nachweis
in: Freiburger Wochen- und Unterhaltungs-Blatt 15 (20. Februar 1830), S. 61.
Postumer Nachdruck
[Humboldt an Schultze, Secretär der naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg], in: Mauritz Dittrich, „Motive und Hintergründe des Greifswalder Anatomie-Baues: Ein Beitrag zur Biographie von C. A. S. Schultze (1795–1877)“, in: Medizinhistorisches Journal 4:3/4 (1969), S. 271–286, hier S. 284–285.
Sprache Deutsch
Schriftart Fraktur
Identifikation
Textnummer Druckausgabe: V.6
Dateiname: 1830-xxx_Humboldt_an_Schultze-1
Statistiken
Seitenanzahl: 1
Spaltenanzahl: 2
Zeichenanzahl: 2060
Bilddigitalisate

|61| |Spaltenumbruch| Von den der Geſellſchaft von auswaͤrts zugekomme-nen ehrenvollen Anerkennungen theilen wir die beidenneueſten mit. Seine Koͤnigl. Hoheit der Großherzog vonBaden haben folgendes gnaͤdigſte Kabinets-Schreiben zuerlaſſen geruht.
«Mein lieber Hofrath Schultze. Ich danke Ihnenund der naturforſchenden Geſellſchaft fuͤr den AusdruckIhrer Wuͤnſche zu meinem Geburtstage, die Ich, ſo wiedie Mir uͤberſandten Beweiſe Ihrer wiſſentſchaftlichenThaͤtigkeit, wohlwollend aufgenommen. Ich erkenne inletzteren aufs Neue Ihre ausgezeichneten Beſtrebungen,und bezeuge Ihnen dafuͤr wiederholt Meinen Beifall.Mit vorzuͤglicher Achtung bleibe Ich Karlsruhe den 8. Februar 1830. Ihr wohlgeneigter Ludwig» Von Seiner Excellenz dem Geheimerath Herrn Frei-herrn A. v. Humboldt in Berlin iſt folgendes ehren-volle Schreiben an den Secretaͤr, Herrn HofrathSchultze, eingegangen: «Ich erhalte gleichzeitig an demſelben Tage, theuer-ſter Herr Hofrath, Ihre beiden Briefe vom 10. Nov.v. J. und vom 12. Januar, letzteren begleitet von einerZahl intereſſanter Arbeiten uͤber Gegenſtaͤnde, welchein allen Laͤndern die Phyſiologen ſo lebhaft beſchaͤftigen.Von dem Drange vieler ſeit meiner Ruͤckkunft nach Eu- |Spaltenumbruch| ropa angehaͤuften Geſchaͤfte und meiner zeitraubendengeſellſchaftlichen Pflichten hingeriſſen, benutze ich dieerſten freien Augenblicke, um Ew. Hochwohlgeboren zubitten, Ihrer vortrefflichen naturforſchenden Geſellſchaftmeine dankbarſte Verehrung zu bezeigen, und die erneu-erte Verſicherung hinzunehmen, daß jede Ihrer geiſt-reichen Beſtrebungen, die erſte Entwickelung des Orga-nismus im Gewimmel taͤuſchender Erſcheinungen aufzu-ſpuͤren, mein groͤßtes Intereſſe erregt.

Mit der freundſchaftlichſten und ausgezeichnetſtenHochachtung Ew. Hochwohlgeboren gehorſamſter Al. Humboldt.»

Die Geſellſchaft darf auf das wohlwollende Urtheildieſes beruͤhmteſten unter den Naturforſchern Europa’s,den ſie im vergangenen Jahre zu ihrem Ehrenmitgliedeerwaͤhlt hat um ihre Verehrung oͤffentlich auszuſpre-chen, mit Recht ſtolz ſeyn.