Digitale Ausgabe

Download
TEI-XML (Ansicht)
Text (Ansicht)
Text normalisiert (Ansicht)
Ansicht
Textgröße
Originalzeilenfall ein/aus
Zeichen original/normiert
URL und Versionierung
Permalink:
https://humboldt.unibe.ch/text/1856-The_Darien_Canal-4
Die Versionsgeschichte zu diesem Text finden Sie auf github.
Titel [The Darien Canal]
Jahr 1857
Ort Berlin
Nachweis
in: K. Neumann, „Uebersicht der Projecte einer interoceanischen Canal-Verbindung durch den mittelamerikanischen Isthmus“, in: Zeitschrift für allgemeine Erdkunde 2 (1857), S. 518–563, hier S. 562–563.
Sprache Deutsch
Schriftart Antiqua
Identifikation
Textnummer Druckausgabe: VII.112
Dateiname: 1856-The_Darien_Canal-4
Statistiken
Seitenanzahl: 2
Zeichenanzahl: 2944
Bilddigitalisate

Weitere Fassungen
The Darien Canal (London, 1856, Englisch)
[The Darien Canal] (Paris, 1857, Französisch)
Letter of Baron von Humboldt to Mr. Frederick M. Kelley (London, 1857, Englisch)
[The Darien Canal] (Berlin, 1857, Deutsch)
[The Darien Canal] (New York City, New York, 1859, Englisch)
|562| Wir können die Betrachtungen über das wichtige Problem nichtbesser schließen, als mit den Worten A. v. Humboldt’s, an dessenNamen die Geschichte der großen Aufgabe unauflöslich geknüpft bleibt.„Wenn die Pläne und Profile,“ schrieb er am 27. Januar 1856 anMr. Kelley, „dem Publicum vorliegen werden, dann wird eine freieund offene Erörterung die Vortheile und Nachtheile jeder Localität insLicht stellen, und die Ausführung dieses wichtigen Werkes, welches diecivilisirten Nationen zweier Continente interessirt, wird Ingenieurs an-vertraut werden, die sich mit Erfolg bei ähnlichen Unternehmungen |563| ausgezeichnet haben. Die Junction Company wird Theilnehmer findenunter den Regierungen und Männern, welche für ein edles Streben Sinnhaben und Werth auf das Bewußtsein legen, zur Ausführung einesWerkes beigetragen zu haben, welches des intellectuellen Fortschrittsunseres Jahrhunderts würdig ist. Vor mehr denn fünfzig Jahren habeich mit Nachdruck diese Ueberzeugung ausgesprochen und habe seit-dem unaufhörlich dahin gearbeitet, solche geographische Anschauungenzu verbreiten, welche dahin zielen, nachzuweisen, wo commercielleVerbindungswege, sei es durch Canäle mit oder ohne Schleusen, seies durch Eisenbahnen, welche gegenüberliegende Küsten oder Flüssemit entgegengesetztem Laufe verknüpfen, hergestellt werden können.Ich war in der Lage, durch General Bolivar die genaue geodätischeAufnahme des Isthmus von Panamá zu erhalten, und zuerst im Stande,auf Grund der Nachrichten, welche ich in den Archiven des Vice-Königreichs Mexico fand, in meinem Mexicanischen Atlas den Laufder Flüsse Coatzacoalcos und Chimalapa zu verzeichnen. Ich machteauf die geringe Entfernung des fast unbekannten Hafens von Cupicavon den Quellen des R. Napipi und dem System des Atrato aufmerk-sam, und auf die bisher in Europa noch nicht bekannte Existenz einesganz kleinen schiffbaren Canals, der im Jahre 1788 unter Leitung einesMönchs, des Priesters von Novita, von den Indianern seines Sprengelsgegraben wurde, um den Rio de la Raspadura, einen Zufluß des RioQuito, mit dem Rio de San Juan de Chirambira zu vereinigen. Nichtsscheint mir für die Ausdehnung des Handels und für die Freiheit inter-nationaler Verbindungen gefährlicher zu sein, als durch die apodikti-sche und bedingungslose Behauptung, daß alle Hoffnung auf einen inter-oceanischen Canal aufgegeben werden müsse, eine Abneigung gegenkünftige Untersuchungen zu verbreiten. Eben deshalb beschrieb ich inmeinem Essai politique sur le royaume de la Nouvelle-Espagne (I, 202—248; II, 95—145. 2 me édit.) ausdrücklich das ungeheure Werk desDesague von Huehuetoca, eines offenen Canals durch das Gebirge, dervon dem spanischen Gouvernement am Anfange des 17. Jahrhundertsausgeführt ist, und ich setze auf die mächtigen Hilfsmittel, welche dergegenwärtige Grad der Civilisation darbietet, zu viel Vertrauen, alsdaß ich schon entmuthigt sein könnte.“