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Alexander von Humboldt: „Reise der Herren von Humboldt und Bonpland nach den Wendekreisen In den Jahren 1799 bis 1804. Eine gedrängte Uebersicht des Auszugs ihrer Memoiren v. J. C. Delametherie. Nach dem Französischen übertragen von Schirges Dr.“, in: ders., Sämtliche Schriften digital, herausgegeben von Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich, Universität Bern 2021. URL: <https://humboldt.unibe.ch/text/1804-Baron_Humboldt-17-neu> [abgerufen am 22.06.2024].

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https://humboldt.unibe.ch/text/1804-Baron_Humboldt-17-neu
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Titel Reise der Herren von Humboldt und Bonpland nach den Wendekreisen In den Jahren 1799 bis 1804. Eine gedrängte Uebersicht des Auszugs ihrer Memoiren v. J. C. Delametherie. Nach dem Französischen übertragen von Schirges Dr.
Jahr 1805
Ort Hannover
Nachweis
in: Neues Hannoverisches Magazin 15:26 (1. April 1805), Sp. 401–414; 15:27 (5. April 1805), Sp. 417–424.
Sprache Deutsch
Typografischer Befund Fraktur (Umlaute mit superscript-e); Spaltensatz; Antiqua für Fremdsprachiges; Auszeichnung: Schwabacher; Fußnoten mit Asterisken; Schmuck: Initialen.
Identifikation
Textnummer Druckausgabe: II.23
Dateiname: 1804-Baron_Humboldt-17-neu
Statistiken
Seitenanzahl: 11
Spaltenanzahl: 22
Zeichenanzahl: 24900

Weitere Fassungen
Baron Humboldt (Philadelphia, Pennsylvania, 1804, Englisch)
Notice d’un voyage aux tropiques, exécuté par MM. Humboldt et Bonpland, en 1799, 1800, 1801, 1802, 1803 et 1804. Par J.-C. Delamétherie (Paris, 1804, Französisch)
Baron Humboldt (New York City, New York, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Philadelphia, Pennsylvania, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (New York City, New York, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Philadelphia, Pennsylvania, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Charleston, South Carolina, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Harrisburg, Pennsylvania, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Washington, District of Columbia, 1804, Englisch)
Travels of Baron Humboldt (Kingston, New York, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Washington, District of Columbia, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Amherst, New Hampshire, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Richmond, Virginia, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (New Bedford, Massachusetts, 1804, Englisch)
Baron Humboldt (Dover, New Hampshire, 1804, Englisch)
Auszug aus Delametheriés vorläufiger Nachricht von der durch die Herren v. Humboldt und Bonpland in den Jahren 1799, 1800, 1801, 1802, 1803 und 1804 nach den Wendekreisen unternommenen Reise (Wien, 1804, Deutsch)
Reise der Herren von Humboldt und Bonpland nach den Wendekreisen In den Jahren 1799 bis 1804. Eine gedrängte Uebersicht des Auszugs ihrer Memoiren v. J. C. Delametherie. Nach dem Französischen übertragen von Schirges Dr. (Hannover, 1805, Deutsch)
J. C. Delametherie’s vorläufige Nachricht von der durch die Herren v. Humboldt und Bonpland in den Jahren 1799, 1800, 1801, 1802, 1803 und 1804 nach den Wendekreisen unternommenen Reise (Weimar, 1805, Deutsch)
Short Account of the Travels between the Tropics, by Messrs. Humboldt and Bonpland, in 1799, 1800, 1801, 1802, 1803, and 1804. By J. C. Delametherie (London, 1805, Englisch)
J. C. Delametherie’s vorläufige Nachricht von der durch die Herren von Humboldt und Bonpland in den Jahren 1799, 1800, 1801, 1802, 1803 und 1804 nach den Wendekreisen unternommenen Reise (Salzburg, 1805, Deutsch)
Account of the Travels between the Tropics of Messrs. Humboldt and Bonpland, in 1799, 1800, 1801, 1802, 1803, and 1804. By J. C. Delamétherie (London, 1805, Englisch)
Travels in South America (Edinburgh, 1805, Englisch)
Voyage de Humboldt et Bonpland en Amérique, tiré du magasin littéraire de Philadelphie, publié en juillet 1804 (Paris, 1807, Französisch)
|Seitenumbruch|

Reiſe der Herren von Humboldt und Bonpland nach den Wendekreiſen. In den Jahren 1799 bis 1804. Eine gedraͤngte Ueberſicht des Auszugs ihrer Memoirenv. J. C. Delametherie. *) Nach dem Franzoͤſiſchen uͤbertragen von Schirges Dr.

|401|

Jahr 1799 — 1800.

Das Intereſſe, welches die ge-lehrte Welt an der Reiſe derHerren v. Humboldt und Bonpland nimmt, ſo wie meinefreundſchaftliche Verbindung mit die-ſen beyden edlen Maͤnnern, ſagt De-lametherie, machet es mir zur will-kommnen Pflicht, allen Freunden undVerehrern dieſer merkwuͤrdigen Rei-ſenden eine genaue Ueberſicht ihrernunmehr vollendeten Reiſe vorzulegen,welche ich theils aus ihrem oͤffentlichenund privat Briefwechſel, theils aus |402| ihren im (franzoͤſiſchen) National-Inſtitut verleſenen Memoiren zuſam-mengetragen habe. Nach achtjaͤhrigen, in mehrernLaͤndern Europas angeſtellten phyſi-caliſchen Nachforſchungen kam Hr. v. Humboldt 1798 nach Paris, ummit dem Capitain Baudin die Reiſeum die Welt zu machen, welchen der Alexander-Aim é Gougou Bon-pland (Arzt und Botaniker) gleich-falls begleiten ſollte. Der neue Krieg mit Oeſterreichnoͤthigte indeß das Directorium, die
*) Der Franzoͤſiſche Titel des Werkchens, wovon hier eine concentrirteUeberſetzung geliefert wird, lautet alſo: Notice d’un Voyage auxtropiques exécuté par M. M. Humboldt et Bonpland en 1799, 1800,1801, 1802, 1803, et 1804. par I. C. Delametherie. 1805.
|Seitenumbruch| |403| Reiſe aufzuſchieben. Herr von Hum-boldt, der ſeit 1792 eine phyſicali-ſche Reiſe nach den Wendezirkeln beab-ſichtigte, beſchloß nach Egypten, Arabien und Oſtindien zu gehen. Frankreichs Krieg mit England ſetzte ihm große Schwierigkeiten ent-gegen, denen er unter ſpaniſcherFlagge auszuweichen hoffte. Er be-gab ſich nach Madrit, mußte in-deß ſein Vorhaben aufgeben, da erden Kriegsſchauplatz in Africa nichtzu gelehrten Unterſuchungen zweck-maͤſſig fand.
Dennoch ertheilte ihm der Spa-niſche Hof 1799 die ausgedehnteſteErlaubniß zu einer wiſſenſchaftlichenReiſe in den ſpaniſch americaniſchenColonien. Sr. Katholiſchen Maje-ſtaͤt ſchien ein perſoͤnliches Intereſſe andem Erfolge dieſes Projects zu neh-men, und der Hr. v. Humboldt verließ Europa im Julius 1799,begleitet von ſeinem Freunde Bon-pland; und beendigte in einem Zeit-raume von fuͤnf Jahren, und aufſeine eigene Koſten eine Reiſe zu Waſ-ſer und zu Lande von 9000 Meilen,welche die weiteſte iſt, ſo je einPrivatmann unternahm. Mit der Fregatte Pizarro gien-gen ſie von Corunna nach den Ca-nariſchen Inſeln unter Seegel, lan-deten zu Teneriffa, klimmten bis anden Crater des Pic von Teyde, umdie atmosphaͤriſche Luft zu analyſiren,und Beobachtungen uͤber die Baſalteund Porphyrſchiefer Africas anzu-ſtellen. Zu Cuncana im Mittaͤg-lichen Amerika, beruͤhmt durch |404| Loͤflings Muͤhſeligkeiten und Unfaͤlle,landeten ſie; beſuchten die Kuͤſten von Paria, die Miſſionen der Indier Chayma’s, die Provinz Neu-An-daluſien, ein vorzuͤglich heißes, undden Erdbeben unterworfenes, aberdennoch geſundes Land; ferner Neu-Barcellona Venezuela, und dasſpaniſche Guyana. Die Laͤngen von Cumana, Caraccas u. ſ. w. wur-den nach Jupiters Trabanten vonihnen beſtimmt; ſie botaniſirten aufden Gipfeln des Ceripe, der Sylla von Avila, reiſeten zu den reizendenThaͤlern von Aragua, wo der Seevon Valenzia mit der ſchoͤnen tropi-ſchen Vegetation ſich befindet. Von Portocabello drangen ſiebis an die Grenzen von Braſilien gegen den Aequator vor, wandertendurch die Ebenen von Calabazo, Apura und Nieder-Orinoko, die Llanos, wo durch das Zuruͤckprallender Sonnenſtrahlen der Reaumuͤrſche Thermometer im Schatten auf 33 bis37° ſtieg, und der gluͤhende Erdbodenauf 2000 Quadrat-Meilen nur eineAbweichung der Bleywage von 5Zoll zeigt. Die Spuren der Refraction unddas ſonderbarſte Aufſchwellen bemerketman an dem Sande der Meersflaͤche.Ohne daß in den heißeſten Monatendas kleinſte Graͤschen auf ihm keimt,verbirgt er doch Krokodille und Schil-derſchlangen. Der Reiſende hat hiermit Waſſermangel, Sonnenhitze unddem von den heiſſen Winden aufge-regten Sand zu kaͤmpfen, und mußſich nach den Geſtirnen und nach ein- |Seitenumbruch| |405| zelnen Straͤuchen der Mauritia, und des Embothrium, die manalle 3 Meilen findet, richten. Von St. Fernando von Apura unternahmen ſie eine muͤhſelige Schif-fahrt von 500 Seemeilen in Canots,und entwarfen die Karte des Landes.Der nahen Gefahr eines Schifbruchsbey der Inſel Pananuma entgingenſie kaum, und beſuchten die beruͤhm-ten Waſſerfaͤlle von Atures und Maypure, wo eine Hoͤhle die Mu-mien einer, durch den Krieg zwiſchenden Caraiben und Marariten auf-geriebenen Nation in ſich ſchließet.Sie fanden, daß der Rio Guariare, den der Pater Gumilla faͤlſchlich fuͤrdie Quelle des Orenoco gehalten,auf den Anden in Neu-Grenada entſpringt. Von Jarita ſtiegen ſiebis an die Quelle des Guainia, des Rio Negro der Europaͤer, undden Condamine ein Meer vom ſuͤßenWaſſer nennt. Ueber den ſchwarzenFluß kamen ſie zu der kleinen, faͤlſch-lich unter dem Aequator verſetzten Fe-ſtung St. Carlos und bis an GrandPara, der Hauptcapitanarie Bra-ſiliens. Durch Anlegung eines Ca-nals wuͤrde man von Rio Guallaga aus drey Tagereiſen vom Suͤdmeer, auf einen Canot durch den Amazo-nen- und Schwarzen-Fluß bis andie Muͤndung des Orenoco hinunterfahren koͤnnen, ein Weg von beynah2000 Meilen. Zur Unterſuchung eines Armesdes Orenoco, Caſſiquare genannt,welcher erſtern mit dem Amazonen- Fluß verbindet, und uͤber deſſen Da- |406| ſeyn man ſich vor 50 Jahren heftigſtritt, ſchiffte er von St. Carlos wieder nach dem Orenoco, und aufdieſem letztern bis an den Urſprung desFluſſes bey dem Vulkan Duida. Das Land von Weſten nach Pa-ſimoni wird von den Guaicaz-In-dianern, einer weißen, ſehr kleinen,faſt zwerghaften, aber kriegeriſchenMenſchenrace bewohnt; und die nochwildern, kupferfarbenen Guajariben, welche ſogar Menſchenfreſſer ſind,vereiteln jeden Verſuch an die Quellendes Orenoco zu gelangen. Unſere Reiſende legten einen Wegvon 340 Franzoͤſiſchen Meilen bis zurMuͤndung des Orenoco bey St. Thomas in Neu-Guayana aufdemſelben zuruͤck, paſſirten zum zwey-ten Mahle die Kataracten, aufderen ſuͤdlichen Seite der Pater Gu-milla und Caulin nie vorgedrungenwaren. Auf dieſer Schiffahrt ſetzten Man-gel an Lebensmitteln und Bedeckung,die naͤchtlichen Regenguͤſſe, der ſteteAufenthalt in den Waͤldern, dieMosquitos und tauſend andere ſtechendeund giftige Inſekten nebſt der Unmoͤg-lichkeit, wegen der Wildheit der Cro-codille und der kleinen caraibiſchenFiſche ſich durch Baden zu erfriſchen,und die Miasmen eines brennend heiſſenHimmelſtrichs, welcher zugleich feuchtwar, unſere Reiſende unaufhoͤrlichenLeiden aus. Endlich kehrten ſie unterandern uͤber die Miſſionen der caribi-ſchen Indianer, einer außerordentlichen,und nach den Patagonen, wahr-ſcheinlich der groͤßten und nervigſten |Seitenumbruch| |407| Menſchenrace nach Barcellona und Cumana zuruͤck. Ihre Reiſe ging darauf zur Seenach Havanna und Jamaica undwar wegen der ſpaͤten Jahrszeit ſolangwierig, als gefaͤhrlich, da ſieGefahr liefen an Klippen bey Vibora zu ſcheitern. In Cuba beſchaͤftigte man ſichmit Laͤngenbeſtimmung der Havana und der Conſtruction eines neuen Ofensfuͤr Zuckerſiedereyen, der ziemlich all-gemein eingefuͤhrt ward. FalſcheNachrichten von des Capitain Bau-dins Reiſe, die er hier durch Ameri-kaniſche Zeitungen erhielt, und dahinlauteten: daß er von Buenos Aires das Cap Horn umſchiffen, und anden Kuͤſten von Chyli und Peru hinſegeln wuͤrde; und ſein dem Capi-tain 1798 gegebenes Verſprechen:auf welchem Theile der Erde er ſichauch befinden moͤge, ſo wolle er ſichdoch an die Franzoͤſiſche Expeditionanſchlieſſen, ſobald er von ihrem Aus-kaufen Kenntniß erhalten, bewogenden Hrn. v. Humboldt, ſeine ge-ſammelten Manuſcripte grades Wegesnach Europa zu ſenden, und miteiner Goelette von Batabano nach Cartagena in Indien, und vonda durch die Landenge von Panama nach der Suͤdſee zu gehen. Er hoffteden Capitain an der AmerikaniſchenKuͤſte zu treffen. Seine Manuſcripteund Sammlungen wollte er nicht denGefahren ſo langer Seereiſen aus-ſetzen, und ſie kamen bis auf einenTheil der Sammlungen, der Dublettenenthielt, gluͤcklich in Philadelphia |408| an; doch verlohr ein Freund deſſelben,der mit ihnen reiſete, in einem Schif-bruch das Leben. Er hieß Bruder Juan Gonzales, war ein jungerthaͤtiger Franziscaner, der aus demSpaniſchen Guayana, in dieſe un-bekannte Welt, wohin noch kein Eu-ropaͤer kam, vorgedrungen war.

Jahr 1801.

Im Maͤrz 1801 ſegelte der Hr. v. Humboldt von Cuba, beſtimmtemehrere Puncte der Koͤnigs-Gaͤrten genannten Inſel-Gruppen, und desHafens von Trinidat aſtronomiſch;verweilte am Rio Sinu, wo nochkein Botaniker Kraͤuter ſuchte, underhielt durch die Gefahr an Geant zuſcheitern, Muße, die Mondfinſternißvom 2ten Maͤrz 1801 zu beobach-ten. Hier erfuhr er, daß die ſpaͤteJahrszeit die Fahrt nach der Suͤdſeevon Panama aus nach Guayaquil nicht erlaube; er verweilte daher einigeWochen in den Waͤldern von Tur-baco, fand die ſeltenſten Pflanzen,und ging dann in 35 Tagen denſchoͤnen Magdalenen Fluß hinauf,wovon er eine Karte trotz der Qualender Moſquitos entwarf, indeß Bonpland die reiche Vegetationſtudierte. Von da verfuͤgten ſie ſich aufMauleſeln nach St. Fé von Bogota, der Hauptſtadt von Neu-Grenada, die in einer ſchoͤnen Ebene gelegen,und in einem immerwaͤhrenden Fruͤh-ling Waitzen und Seſam cultiviret. |Seitenumbruch| |409| Mutis praͤchtige Sammlungen,der Cataract von Tequendama von98 Toiſen Hoͤhe, die Bergwerke vonMariquita, St. Anna, und Zi-paguira, die Felſenbruͤcke von Ico-nonzo, durch ein Erdbeben gewoͤlbet— beſchaͤftigten ihn bis zum Septem-ber. Um nach Quito zu gelangen,kamen ſie bey den Anden von Quindiu vorbey, wo ſich der beſchneiete Tolina aus Waͤldern von Storax, baumar-tigen Paſſions-Blumen, Bambusrohrund Wachspalmen erhebt. Durchtiefen Koth und ungebahnte Waͤlder,worin man ſchlafen mußte, nahmenſie ihren Weg und langten baarfußund bis auf die Haut durchnaͤßt, am Cauca an, durchſtreiften die Provinz, Choco, dem Vaterlande der Platina,die ſich dort zwiſchen Olivin und Augitenthaltenden Baſalt, Gruͤnſtein undfoſſilem Holz findet. Durch die Gold-waͤſchereyen von Quilichao ſtiegenſie nach Popayan, mit einer reizen-den Lage und durch ein vorzuͤglichesClima geſegnet. Der Crater desVulkans von Purace war bis zurMuͤndung voll von ſiedendem Waſſer,und wirft mitten im Schnee mitfurchtbarem Gebruͤll Duͤnſte von ge-ſchwefelten Waſſerſtoff aus. Sie durchſchnitten die Gebirgs-ebene der Provinz Delos Paſtos, die wegen ihrer großen Fruchtbarkeitan Waitzen und Erythroxylon Pe-ruplanum ſo beruͤhmt iſt, und ka-men nach einer 4 monatlichen Reiſenach Ibarra und Quito. DieReiſe durch die Cordilleren der hohen |410| Anden, auf ungangbaren Wegen,bey anhaltenden Regenguͤſſen, be-ſchweret mit vielen Inſtrumenten undSammlungen wuͤrde ohne die Ver-wendung des Hrn. Mendiunetta, Vice-Koͤnigs v. St. Fé und desBarons v. Carondelet, Praͤſidentenzu Quito, welche die Wege und ge-faͤhrlichſten Bruͤcken auf einem 450langen Wege herſtellen lieſſen, unmoͤg-lich geweſen ſeyn.

Jahr 1802.

Unſere Reiſende langten am 6tenJanuar in der beruͤhmten Hauptſtadt Quito an; und die Liebenswuͤrdigkeitder Einwohner, ihre Neigung zu denKuͤnſten und Wiſſenſchaften zeichnetſie noch jetzt aus. Acht bis neunMonate ſetzten ſie ihre Nachforſchun-gen in dieſem Lande fort, das durchſeine hohen Gebirge, ſeine ſtets Feuer,Felſenſtuͤcke, Schlamm, und Schwe-fel ſpeienden Vulkane, ſeine oͤfterenErdbeben, Vegetation, Reſte peruvi-aniſcher Baukunſt, und Sitten ſeineralten Bewohner eins der merkwuͤrdig-ſten der Erde iſt. Zweymal erklimm-ten ſie den Feuerſchlund des Pichinga, wo ſie Verſuche mit der Luft anſtellten. La Condamine verglich ihn fruͤhertreffend mit dem Chaos der Dichter,konnte es indeß nur kurze Zeit obenaushalten. Damals war ſeine inBaſalt gehoͤhlte Muͤndung mit Schneegefuͤllt und erkaltet; jetzt war er vonneuen entzuͤndet und furchtbar fuͤrdas nahe Quito. Nur wenig fehlte,daß der Hr. v. Humboldt nicht ſein |Seitenumbruch| |411| Leben dabey eingebuͤſſet hatte, indem er uͤbereine nur mit duͤnnem Eiſe belegteSpalte ging. Er beſuchte unter an-dern auch den Chimboraſſo, welcherder hoͤchſte Berg unſrer Erde iſt, undſtudierte vorzuͤglich den geognoſtiſchenTheil der Cordilleren der Anden, woruͤber noch nichts in Europa be-kannt geworden iſt. Seine Meſſun-gen beweiſen uͤbrigens, daß einige vondieſen Vulkanen, hauptſaͤchtlich dervon Tunguragua ſich ſeit 1753geſenkt haben, welches die Einwohnerals Augenzeugen bemerkten. Alle dieſe groſſen Maſſen ſind dasWerk der Kriſtalliſation. „Alle Maſſen, die ſich bildeten,„(ſchreibt Hr. v. Humboldt ) verei-„nigten ſich nach ihren Verwandſchaf-„ten durch die Geſetze der Attraction,„und brachten dieſe mehr oder weniger„betraͤchtlichen Erhoͤhungen an den„verſchiedenen Orten der Oberflaͤche„der Erde durch die Geſetze der allge-„meinen Kriſtalliſation hervor. Ein gewiſſer Marquis v. Selra-legre beſchaͤftiget ſich in Quito, diePyramiden von Sarouguier, Ter-men von der beruͤhmten Baſis derfranzoͤſiſchen und ſpaniſchen Akademikerwiederherſtellen zu laſſen. Der Sohndieſes Mannes Carl Montufar be-gleitete den Hrn. v. Humboldt nichtallein auf ſeinen Reiſen in Peru und Mexico, ſondern ſelbſt nach Eu-ropa. Auf dem Antiſana brachten ſieihre Inſtrumente 2200, auf dem Chimboraſſo 3300 Fuß hoͤher, als Condamine und Bouquer. Auf |412| dem letztern kamen ſie zu der Hoͤhevon 3036 uͤber die Flaͤche des Meers,und ſahen das Blut aus ihren Augen,Lippen und Zahnfleiſch hervordringen,erſtarrten von einer Kaͤlte, die derThermometer nicht anzeigte, die abervon dem wenigen Waͤrmeſtoff entſtand,der ſich waͤhrend dem Einathmen ineiner ſo verduͤnnten Luft entwickelte.Durch eine tiefe und breite Spaltewurden ſie gehindert, den Gipfel des Chimboraſſo, ohngefehr 224 Toi-ſen zu erſteigen. Hier erhielt er Nachrichten vonder Route des Capitain Baudin, welche ihn noͤthigten, die Hoffnung,ihn zu treffen, aufzugeben. Er be-ſuchte daher Cinna und den Amazo-nen-Fluß, um den Durchgang desMerkurs durch die Sonne zu beobach-ten; ferner die Ruinen von Lacta-cunga, Hambato und Riobamba, welche in dem Erdbeben von 1797zerſtoͤhrt wurden; uͤber Paramo und Soraguro-Loxa, wo ſie denBaum, den die Chinarinde bekleidet,unterſuchten. Ueber Loxa trafen ſie in Peru ein; ſie uͤberſtiegen die Anden, umden Amazonen-Fluß zu erreichen.In zwey Tagen mußten ſie 35 Maluͤber den Rio von Chamaya ſetzen,eine Paſſage, die immer ſehr gefaͤhr-lich war. Sie betrachteten die ſtolzenReſte der Chauſſeé von Ynga, dieuͤber den porphyrnen Ruͤcken der An-den auf 1200 bis 1800 Toiſen Hoͤhevon Cusco an bis Aſſoney gehet,und mit Herbergen und Springbrun-nen beſetzet iſt. Herr v. Humboldt |Seitenumbruch| |413| ſuchte die Luͤcken der ſonſt ſchoͤnenKarte des franzoͤſiſchen Aſtronomen Condamine uͤber den Amazonen-Fluß dadurch auszufuͤllen, daß er aufdieſem Strohm bis an die Cataractenvon Rentema fuhr, und zu Tome-penda einen detaillirten Plan vondieſem unbekannten Theile des hohen Maranou, durch eigene Unterſuchun-gen und eingezogene Nachrichten vonandern Reiſenden entwarf. Herr Bonpland entdeckte in derGegend von der Stadt Jean neueArten der Cinchona und anderePflanzen, worauf unſere Reiſendezum fuͤnften Mahl die Cordilleren der Anden paſſirten, um nach Peru zuruͤckzukehren. In den Minen von Hualguayok befindet ſich das Silber in groſſenMaſſen 2000 Toiſen hoch uͤber demMeere. Einige metallreiche Gaͤngederſelben enthalten verſteinerte Mu-ſcheln, und ſind jetzt die reichſten mitin Peru. Caramarca, durch ſeineBaͤder und durch die Truͤmmer von Atahualpas Pallaſt beruͤhmt, wiedie Spuren der ungeheuren altenStadt Menſiche mit Pyramiden |414| geziert, in deren einer man im 18tenSeculo fuͤr mehr als 4 MillionenLivres geſchlagenes Gold fand, wur-den von ihnen beſuchet. Von den Anden erblickten ſiezuerſt das Stille Meer, und dasThal, deſſen Bewohner nichts vomRegen und Donner wiſſen, und wounter einem gluͤcklichen Clima dieabſoluteſte, und dem Menſchen gefaͤhr-kichſte Gewalt, die Theocratie ſelbſtdie Wohlthaͤtigkeit der Natur nachzu-ahmen ſcheint. An der duͤrren Kuͤſte des Suͤd-meers reiſeten ſie nach Lima, ver-weilten daſelbſt einige Monate, undbemerkten die Lebhaftigkeit des Geiſtesund die liberalen Geſinnungen ihrerEinwohner. Ein ungewoͤhnlichesGluͤck erlaubte den Hrn. v. Humboldt da den Durchgang des Merkurs zubeobachten. Auffallend war es ihm,die neueſten litterariſchen Producte inder Chemie, Mathematik und Phy-ſiologie hier zu finden; und er mußteden Verſtand der Eingebohrnen, diein Europa fuͤr Weichlinge gelten,bewundern. (Der Schluß folgt.)
|Seitenumbruch|

Reiſe der Herren von Humboldt und Bonpland nach den Wendekreiſen.

(Schluß.) |417|

Jahr 1803.

Im Januar ſchifften ſich unſereReiſenden nach Guayaquil ein, eine Fahrt, die bei guͤnſti-gen Stroͤhmungen und Winden in 3bis 4 Tagen vollbracht wird, da dieRuͤckreiſe ſo viele Monate erfordert.Die ſtolze Vegetation des Hafensuͤbertrifft alle Beſchreibung; er liegtan einem großen Fluß, und hier wares, wo ſie das ununterbrochene Bruͤl-len des Vulkans Cotopaxi hoͤrten,der am 6ten Januar zum Ausbruch kam. Sie reiſten ſogleich ab, umnahe Zeugen ſeiner Verwuͤſtung zuſeyn, aber die Nachricht des baldigenAbgangs ihrer Fregatte Atlante noͤ-thigte ſie, wieder umzukehren. Nach einer 30taͤgigen gluͤcklichenFahrt auf dem ſtillen Meere erreich-ten ſie Acapulco in Neuſpanien, dasdurch ein Baſſin, welches in Granit- |418| felſen gehauen zu ſeyn ſcheint, durchdie heftigen Erdbeben, ſein ungeſun-des Clima, und das Elend ſeiner Ein-wohner beruͤhmt iſt, die hier Millio-nen von Piaſtern nach den Philippi-nen und China muͤſſen einſchiffenſehen. Hr. v. Humboldt wollte aus er-heblichen Gruͤnden nur wenige Mo-nate in Mexico bleiben, und dannnach einer vierjaͤhrigen Abweſenheitnach Europa zuruͤckkehren; doch dieReize des Landes, die Hoſpitalitaͤt derEinwohner, die Furcht vor dem in Vera Crux herrſchenden ſchwarzenErbrechen, bewogen ihn, ſeine Ab-reiſe bis im Winter aufzuſchieben.Nachdem ihn botaniſche, phyſikaliſcheUnterſuchungen und die Laͤnge von Acapulco beſchaͤftigt hatten, erhober ſich durch die ſchwuͤlen Thaͤlervon Mescala und Papagayo, wo |Seitenumbruch| |419| der Thermometer ſich im Schatten auf32° Reaumuͤr hielt, zu den 6 bis700 Toiſen uͤber dem Meere erhabe-nen Ebenen von Tasco u. ſ. w., wounter einem kuͤhlen Clima die Eichen,Cypreſſen, Taunen, die baumartigenFarrenkraͤuter und europaͤiſches Ge-treide gedeihen. In den aͤlteſten undſonſt reichſten Bergwerken von Tasco unterſuchten ſie die Natur der Silber-gaͤnge, und ſtiegen durch Cuerna-raca nach der Hauptſtadt Mexico, welche 150,000 Einwohner zaͤhlet,und auf dem alten Tenochritlaͤn er-bauet iſt. Sie liegt mit breiten undſchnurgraden Straßen zwiſchen zweySchneecoloſſen, wovon der eine nochbrennet, und die die Hoͤhe von 1160Toiſen haben; genießt ein gemaͤßigtesClima, hat Canaͤle, Alleen, und einegroße Menge kleiner Doͤrfer um ſichher: ſo daß ſie mit den ſchoͤnſtenStaͤdten in Europa eine Verglei-chung ertraͤgt. Noch zeichnet ſie ſichdurch große wiſſenſchaftliche Anſtal-ten aus, die ihres gleichen nicht in derneuen, und ſich nicht haͤufig in der al-ten Welt finden. Der botaniſcheGarten, unter Direction des Herrn Cervantes, das Inſtitut des Herrn Seſſe, lediglich dem Studium mexi-caniſcher Pflanzen beſtimmt, und mitden beſten Zeichnern verſehen, dieBergſchule, die man der Freigebigkeitdes Bergwerks-Corps, und dem Ge-nie des Herrn D’Elhuyar verdankt,die Maler, Kupferſtecher- und Bild-hauer-Akademie, verbreiten Ge-ſchmack und Aufklaͤrung in einem |420| Lande, wo Reichthuͤmer ihnen entge-genſtreben. Die Laͤnge von Mexico, die bisherum zwei Grad unrichtig war, beſtimm-te Herr von Humboldt mit ſchoͤnenInſtrumenten aus der Bergwerks-Schule. Er beſuchte darauf dieBergwerke von Moran und Realdel Monte, und unterſuchte die Obſidiane von Oyamel, welche indem Perlſtein und Porphyr Lager bil-den, und den alten Bewohnern zuMeſſern dienten. Das ganze Landbietet die merkwuͤrdigſten Phaͤnomenefuͤr die Geologie dar, die Herr delRio, ein Schuͤler von Werner, entwickelt hat. Nach der Ruͤckkehr von Moran im Julius, unternahm man einen Aus-flug in den mitternaͤchtlichen Theil desKoͤnigreichs. Zu Huehuetoca hatman eine Oeffnung in das Gebirgevon Sincoq gemacht, die 6 Millio-nen Piaſter koſtet, um das Waſſeraus dem Thale von Mexico in denFluß Montezuma zu leiten. Gua-naxuato, mit 50,000 Einwohnern,liegt in einem engen Keſſel, und hatnoch betraͤchtlichere Bergwerke, als Potoſi. Das Bergwerk des Grafen von Valenziana, wodurch eine betraͤcht-liche Stadt entſtand, auf einem Huͤgel,wo vor 30 Jahren noch Ziegen weide-ten, hat bereits eine ſeigere Tiefe von1840 Fuß. Es iſt das tiefſte undreichſte auf der Erde; der reine Ge-winn betraͤgt im Durchſchnitt jaͤhrlich3 Millionen Livres, in einzelnen |Seitenumbruch| |421| Jahren belief er ſich auf 5 bis 6 Mi-lionen. Nach zweimonatlichen Meſſungenund geologiſchen Unterſuchungen undPruͤfung der Baͤder von Comagil-las, die Sonnerat fuͤr die waͤrmſtenauf der Erde haͤlt, deren Temperatur11° Reaumur hoͤher, als die der Phi-lippiniſchen Inſeln iſt, gingen unſereReiſende nach der ehemaligen Haupt-ſtadt des Koͤnigreichs Michoacan,Valladolid. Von da begaben ſie ſich an die Kuͤ-ſten des ſtillen Meers, in die Ebene Jorullo, wo im Jahre 1750 ineiner einzigen Nacht, in einer derfurchtbarſten Revolutionen, die je derErdball erlitt, aus der Ebne ſich einVulkan von 1494 Fuß Hoͤhe erhob,der noch mit mehr als 2000 kleinenOeffnungen umgeben iſt. Sie ſtiegenin den brennenden Crater des großenVulkans 258 Fuß perpendiculair hin-ab, ſprangen uͤber Spalten, die ent-zuͤndetes, geſchwefeltes Waſſerſtoffgasausdampften, und kamen mit vielerGefahr faſt bis in den Grund desCraters, deſſen mit Kohlenſaͤure auſ-ſerordentlich uͤberladene Luft ſie unter-ſuchten. Aus Mechoacan kehrten ſie uͤberdie Ebene von Tolucca nach Mexico zuruͤck, auf welchem Wege ſie den be-ruͤhmten Haͤnde-Baum, den Cheiron-thoſtaemon des Herrn Cervantes, eine Gattung, die ein faſt einzigesPhaͤnomen darſtellt, weil naͤmlich vonden aͤlteſten Zeiten her nur ein einziges |422| Individuum davon exiſtiret, in Au-genſchein nahmen. In Mexico verweilten ſie, um ihrebeſonders an Grasarten reiche Herba-ria und geologiſche Sammlungen zuordnen, und vorzuͤglich um die Blaͤt-ter zu dem geologiſchen Atlas, denHerr von Humboldt herauszugebenWillens iſt, ins Reine zeichnen zulaſſen. Sie wohnten der Errichtungder coloſſaliſchen Statue des Koͤnigszu Pferde bei, die ein einziger Kuͤnſtler, Tolſa, mit Ueberwindung vonSchwierigkeiten, wovon man ſich in Europa keine richtige Vorſlellungmachen kann, modellirte, goß, undauf einem hohen Fußgeſtell errichtete.Sie iſt, im reinſten, einfachſten Stylgearbeitet, ein Meiſterwerk.

Jahr 1804.

Im Januar verlieſſen unſre Reiſen-den Mexico, um den oͤſtlichen Ab-hang der Cordilleren Neuſpanienszu unterſuchen; ſie maßen die Vulkanevon La Puebla. Sie fanden, daßder Vulkan Popocatepec, den Sonnenſchmidt 2557 Toiſen hocherkletterte, hoͤher als der Pic von Oricaba ſey, auch maßen ſie diegroße Pyramide von Cholula, einmyſterioͤſes Werk, aus gebranntenZiegeln von den Toltuquen empor-gethuͤrmt, die man bis zum Gipfelerſteigen kann. In Xalapa, 674 Toiſen uͤberdas Meer erhaben, genießt man dieFruͤchte aller Himmelsſtriche. Die |Seitenumbruch| |423| Temperatur iſt hoͤchſt geſund. EinHerr Thomas Murphy, reich undgelehrt, erleichterte ihnen, ihre Verſu-che in den benachbarten Gebirgen zumachen. Der Weg nach Perote geht durchundurchdringliche Waͤlder; indeß ar-beitet man jetzt an einer Heerſtraße,die unſere Reiſenden dreimal mit demBarometer nivellirten. Sie erſtiegenden Cofre, der 162 Toiſen hoͤher,als der Pic auf Teneriffa iſt. Man maaß auch den Pic von Ori-zava, deſſen hellleuchtende Ausduͤn-ſtungen aus ſeinem Crater, ihn einemuntergehenden Sterne aͤhnlich machen.Ueber ſeine Laͤnge ſind von Ferrer genaue Unterſuchungen angeſtellt. Nach einem intereſſanten Aufent-halte ſtiegen unſere Reiſenden nach Vera Crux hinab, der zwiſchen be-weglichen Sandhuͤgeln liegt, wo das |424| Zuruͤckprellen der Sonnenſtrahlen einerſtickende Hitze verurſacht. Gluͤcklichentgingen ſie dem dort graſſirenden,ſchwarzen Erbrechen. Sie reiſeten mit einer ſpaniſchenFregatte nach der Havanah, umihre daſelbſt deponirten Herbaria undSammlungen in Empfang zu neh-men. Darauf beſuchten ſie die verei-nigten Staaten; ein heftiger Sturmbrachte ſie in dem Canal von Baha-me in die groͤße Gefahr; er dauerte7 ganze Tage. Nach 32 Tagen landeten ſie in Philadelphia an, beſuchten dieStadt Waſhington, und kehrtenim Auguſt 1804. nach Europa zu-ruͤck. Sie gingen uͤber Bordeaux, und brachten eine große Anzahl Zeich-nungen, 35 Kiſten mit Sammlun-gen, und 6000 Arten Pflanzen mitſich.