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https://humboldt.unibe.ch/text/1799-Gelehrte_Reisen-1
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Titel Gelehrte Reisen
Jahr 1799
Ort Jena; Leipzig
Nachweis
in: Intelligenzblatt der Allgemeinen Literatur-Zeitung 163 (21. Dezember 1799), Sp. 1322–1324.
Beteiligte Christian Friedrich Gödeking
Postumer Nachdruck
Die Jugendbriefe Alexander von Humboldts 1787–1799, herausgegeben von Ilse Jahn und Fritz G. Lange, Berlin: Akademie 1973, S. 679.

Alexander von Humboldt, Briefe aus Amerika 1799–1804, herausgegeben von Ulrike Moheit, Berlin: Akademie 1993, S. 38–39.

Alexander von Humboldt, Aus meinem Leben. Autobiographische Bekenntnisse, herausgegeben von Kurt-R. Biermann, München: C. H. Beck 1987, S. 25–30, 46–47.

„Humboldt’s Autobiographie.“, in: „Alexander von Humboldt’s Aufbruch zur Reise nach Süd-Amerika“, in: Wissenschaftliche Beiträge zum Gedächtniss der hundertjährigen Wiederkehr des Antritts von Alexander von Humboldt’s Reise nach Amerika am 5. Juni 1799, herausgegeben von Eduard Lentz / von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Berlin: W. H. Kühl 1899, S. 1–54, hier S. 33–36. Faksimile aller sechs Seiten des französischen Manuskripts, ohne Seitennummerierung nach S. 54.
Sprache Deutsch; Französisch
Schriftart Antiqua
Identifikation
Textnummer Druckausgabe: I.88
Dateiname: 1799-Gelehrte_Reisen-1
Statistiken
Seitenanzahl: 2
Spaltenanzahl: 4
Zeichenanzahl: 2938
Bilddigitalisate

Weitere Fassungen
Gelehrte Reisen (Jena; Leipzig, 1799, Deutsch; Französisch)
Korte Levens-Schets van Frederik Alexander van Humboldt (Haarlem, 1800, Niederländisch)
Von Humboldt’s Expedition to Spanish America (London, 1800, Englisch)
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Gelehrte Reiſen.

Bayreuth, den 31. October 1799. VerſchiedeneFreunde haben den Wunſch gegen mich geäußert,meine Nachrichten von dem Aufenthalte und den Be-ſchäftigungen des jüngern Hrn. v. Humboldt, öffentlichbekannt zu machen. Ich erfülle dieſen Wunſch mitdem größten Vergnügen, weil ich hoffe, dem ganzengelehrten Publico dadurch einen nicht ganz unange-nehmen Dienſt zu leiſten, und theile demſelben folgen-de Auszüge aus zwey Briefen des Hrn. Alex. v. Hum-boldt mit, welche uns zugleich mit dem vorhabendenPlane dieſes unermüdeten Naturforſchers bekannt ma-chen. Goedeking.
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Ich ſchrieb Ihnen von Marſeille aus, wie meineReiſe um die Welt mit dem Cap. Baudin, zu der michdas franz. Gouvernement eingeladen, ſich in dem Au-genblick zerſchlug, da ich nach dem Hafen zum Ein-ſchiffen abgehen ſollte. Dann ſollte ich mit der zwey-ten Expedition von Toulon aus zu Bonaparte ſto-ßen. Meine Freunde erwarteten mich mit Sehnſucht:die Bataille von Abukir vereitelte aber die Expedition.Meinem Vorſatze getreu, wollte ich nun mit einerſchwediſchen Fregatte, die man in Marſeille erwartete,nach Algir gehen, um von dort aus mit der Caravanevon Mecha den gefahrvollen Landweg durch die Wüſte Selima nach Cairo einzuſchlagen. Die Fregatte bliebaus, und nach zweimonatl. vergeblichen Harren inder Provence und nach Ausbruch des Krieges zwiſchen Frankreich und Algir begab ich mich nach Spanien.Hier wurde ich dem Könige empfohlen, und erhieltvon dieſem, was noch nie ein Fremder erhalten, Em-pfehlungen an alle Vicekönige und die Erlaubniß, mitallen meinen Inſtrumenten in die ſpaniſchen Beſitzun-gen einzudringen. Denken Sie ſich mein Glück! ich bin mit allemausgerüſtet und ſegle in wenigen Stunden mit derſpaniſchen Fregatte Pizarro nach der Havana ab. Vonda nach Peru, Mexiko, Chili. Mehrere Jahre werde |1324| ich wohl ausbleiben: denn ich hoffe etwas Großes zuvollenden. Ein junger franz. Gelehrter Bonpland (Botaniſt) begleitet mich. Von der Havana aus ſchreibe ichIhnen.

A. v. H.

Parti le 5me de la Corogne nous ſommes arrivés heureuſement le 16me à Lancerotte, le 17me à St.Croix de Teneriffe, 4 Fregattes anglaiſes etant à notrevue, et nous ne ſavons pas, comment nous leur ſom-mes echapés. J’ai examiné avec beaucoup de ſoin le Pic; j’aiété presque dans le Cratere a 11500 Pieds d’Elevation.Il y a plus de fatigue que de danger. C’eſt une im-menſe montagne baſaltique, ſur laquelle repoſe duPorphyr-Schiefer et du Obſidian-Porphyr. Il eſtnaturel par conſequent, que les Laves ſoient ces mêmes roches fondues. Nous trouvames la Chaleur du Cratere ſur le ſol70° Reaum. et l’air à 2°. La pierre ponce, fur la-quelle on dispute tant, eſt de l’obſidienne fondue de- compoſée. C’eſt clair comme le jour ici. Je doisceſſer par laſſitude, nous partons pour Carracas et la Havana.

v. H.